Wenn nur noch Asche übrig bleibt …
Montag, 12. Mai 2008
Simon Beckett wurde 1968 in Sheffield geboren und hat hat seit 1994 vier Kriminalromane veröffentlicht. Sein vierter Roman, “Kalte Asche”, erscheint im August als Taschenbuchausgabe im Rowohlt Verlag. In dem Buch wird wie im Vorgänger “Die Chemie des Todes” der Forensiker David Hunter ermitteln.
Auf der kleinen Insel Runa, die zu Schottland gehört, werden die Überreste einer Frau gefunden. Bis auf Hände und Füße ist die Leiche fast vollkommen verbrannt. Dies und die Tatsache, dass auch in der direkten Nähe des Tatorts kaum Brandspuren zu sehen sind, sagt David Hunter, dass es sich nicht um einen Unfall handeln kann und verwirft die Unfalltheorie der Polizei. Und richtig, bei der Obduktion stellt sich eindeutig heraus, dass das Opfer erschlagen worden ist.
Von da an überstürzen sich die Ereignisse. Ein Sturm schneidet die Inselbewohner von der Außenwelt ab und es geschehen weitere Morde. Geht ein Serienkiller um, der seine Spuren mit Feuer verwischen will?
Wie schon im Vorgänger “Chemie des Todes” lässt sich Beckett Zeit und drückt anfangs nicht zu sehr aufs Tempo. Und das ist keineswegs negativ gemeint, denn dies geschieht zugunsten einer detaillierten Charakterisierung seiner Figuren. Insgesamt gesehen ist Beckett ein weiterer großer Wurf gelungen und Kalte Asche” dürfte ein ebenso großer Erfolg wie sein Vorgänger werden.
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